Wandern im Harz

Von Schierke hoch auf den Brocken

über den Teufelsstieg

Der Brockenaufstieg von Schierke über den Teufelsstieg

Datum: 24.08.22

Streckenlänge: ca. 7,54 km laut Komoot
Schwierigkeitsgrad: schwer

Gute Grundkonditon und Trittsicherheit ist hier sehr wichtig. 

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich der erste Anblick von den Wäldern schockiert hat. Der saure Regen und die Borkenkäfer haben hier ganze Arbeit geleistet. Alles wirkte so abgestorben und erinnerte mich stark an eine karge Steppenlandschaft wie ich sie nur aus dem Fernsehen kenne.

Doch die Wanderung durch die Wälder hat mir die positiven und schönen Seiten gezeigt. Ich hoffe, euch ein wenig davon zeigen zu können. :-) 

Unsere Tour startet am Barenberg. Hier geht es ein kleines Stück steil bergauf. Sobald man den steilen Anstieg hinter sich hat biegt man links und dann wieder rechts ab, um auf den Exzellenzenweg / Naturlehrpfad zu gelangen. Dieser Weg führt unter anderem an der Wassereule mit dem Brunnen vorbei. 

Unterwegs erzählen Informationstafeln einiges über die Natur und den Harz. 

Der Weg führt über die Sandbrinkstraße entlang der Kalten Bode. Da ich unbeabsichtigt ein Bad in der Kalten Bode genommen habe, kann ich versichern, dass das Wasser gar nicht so kalt war. ;-) 

An der nächsten Möglichkeit, die Kalte Bode zu überqueren, biegt man rechts ab in Richtung Brockenstraße und folgt dem Wanderweg nun an den Schluftwiesen vorbei bis man auf die  Brockenstraße gelangt.  

Auf der Brockenstraße überquert man das Schwarze Schluftwasser und biegt rechts in den Teufelsstieg ein. Hier ruhig mal eine Pause einlegen, denn ab hier macht der Teufelsstieg seinem Namen alle Ehre. Von hier aus geht es nun steiler bergauf und der Weg wird schwieriger, während die Kondition langsam nachlässt.  

Es ist keine gute Idee, die nächste Etappe mit normalen Turnschuhen zu laufen. Hier sind schon feste Schuhe mit Profil erforderlich, denn dieser Weg besteht überwiegend aus Steinen und Wurzeln. 

Hier ein paar Ansichten von der Strecke

Je höher man kommt, umso dichter und größer werden die Steine. Sehr gut auf dem letzten Bild zu erkennen.

Kleiner Tipp: Dieser Weg kreuzt immer wieder die Brockenstraße, die asphaltiert ist. Sollte man das Verlangen haben, die Wanderung über den Teufelsstieg zu beenden, kann man diese über die Brockenstraße fortsetzen.  

Folgt man weiter dem Eckerlochstieg, kommt man automatisch an den ersten Bahnübergang für die Harzer Schmalspurbahn. Es lohnt sich auf jeden Fall hier eine Pause einzulegen, bis die Schmalspurbahn vorbei fährt. :-) 

Einfach mal zurück schauen und verinnerlichen, welche Strecke man bereits zurück gelegt hat. ;-)

Und schon geht es weiter über den Eckerlochstieg bis dieser an der Brockenstraße endet. Die letzten 900 m bis zum Brockengipfel führen nun über die asphaltierte Brockenstraße. 

Bei strahlendem Sonneschein das Ziel endlich erreicht :-)

Zurück sind wir mit der Schmalspurbahn gefahren. Allerdings haben wir uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht bei einem stolzen Preis von 34€ pro Person. :-( 

Es war eine schöne aber auch anstrengende Wanderung, mit dem Erfolgserlebnis, den Brockengipfel zu erreichen.  :-) 

Hier noch ein paar Bilder die zeigen, wie viel Leben in diesen scheinbar toten Wäldern steckt. Aus nächster Nähe all diese grünen Pflanzen und Bäume zu sehen, macht Hoffnung und bringt Freude, auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis hier wieder komplett grüne Wälder entstanden sind. 

Information zum "Teufelsstieg"

Der Teufelsstieg ist kein Rundweg, sondern führt von zwei Seiten auf den Brocken. 

Die Gesamtlänge der Strecke liegt bei ca. 25 km, die sich auf beide Seiten des Brockens gleichermaßen verteilen. 

Auf der einen Seite beginnt der Teufelsstieg in Elend und führt über Schierke auf den Brocken. 

Auf der anderen Seite beginnt der Teufelstieg in Bad Harzburg und führt am Eckerstausee vorbei zur Brockenspitze.  

Hier noch ein paar Tipps von mir:

1. Durch die abgestorbenen Bäume gibt es auf der gesamten Strecke kaum noch schattige Bereiche. Daher empfehle ich an sonnigen und warmen Tagen eine Kopfbedeckung zu tragen. 

2. Bis zum Brockengipfel gibt es keine Möglichkeit, irgendwo einzukehren. Somit sollte man unbedingt Verpflegung im Rucksack haben. Insbesondere Wasser. 1 Liter war mir bei 25°C zu wenig. 

3. Feste Schuhe mit Profil sind hier das A und O. Besonders wenn man die Strecke abwärts läuft. Es war schon erschreckend, so viele Kinder und Jugendliche auf der Strecke ohne feste Schuhe mit Profil zu sehen. Für einen kleinen Jungen war es die reinste Qual. Er weinte, weil er keinen Halt fand und ständig rutschte. Es passierte, was passieren musste. Er ist gestürzt. Da es überall Steine und Felsen gibt, ist das wirklich gefährlich. Ein Sturz kann böse enden. 

Nachfolgend noch ein paar Eindrücke zum Abschluss 
Viel Spaß :-)